You are in: Home Lila Kartoffelgnocchi 
mit Tonkabohne und Vanille
visual_kartoffelgnocci
PDF Print E-mail
There are no translations available.

Lila Kartoffelgnocchi 
mit Tonkabohne und Vanille

Diese lilafarbenen Gnocchi sorgen nicht nur optisch für einiges Aufsehen, sondern auch geschmacklich. Vielleicht eine verrückte Assoziation, aber die rauchig-würzigen Aromen und der edle Trüffel haben etwas von der Noblesse eines englischen Herrenklubs mit schweren Ledersesseln, in den sich distinguiert dreinschauende Männer zu Whisky und Pfeife zurückziehen. ähnlich vornehm ist auch dieses Gericht. Und der Vergleich ist gar nicht so abwegig, denn die Tonkabohne aromatisiert nicht nur Speisen, sondern manchmal auch Tabak und Herrenparfum.

Zubereitung

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Stück Alufolie mit je 1 Prise Meersalz und Kümmel bestreuen. Eine Kartoffel daraufsetzen und in der Alufolie einwickeln. Auf diese Weise sämtliche Kartoffeln einzeln verpacken. Durch die Alufolie trocknen die Kartoffeln im Ofen nicht aus. Die Kartoffelpäckchen auf ein Backblech setzen und etwa 1  tunden im Ofen garen, bis die Kartoffeln innen weich sind. Dann die Kartoffeln aus der Folie nehmen und halbieren. Das Kartoffelfleisch mit einem Löffel aus der Schale kratzen und anschließend durch eine Kartoffelpresse drücken. 
Die Tonkabohne sparsam mit einer Microplane-Reibe über die Kartoffeln hobeln 
(etwa 4-mal über die Reibe ziehen), Purple Currypulver hinzugeben und alles gut vermischen. Die Kartoffeln mit 1 guten Prise Vanillesalz würzen. Die Vanilleschote der Länge nach aufschneiden und auskratzen. Vanillemark und Eigelbe mit einem Spiralschneebesen verquirlen und unter die Kartoffelmasse heben. Die Butter erhitzen, schaumig-goldbraun werden lassen und zusammen mit dem Mehl zu den Kartoffeln geben. Alles gut vermengen. Der Gnocchiteig sollte eine eher feste Konsistenz haben. Gegebenenfalls noch etwas Mehl einrühren. Den Teig aus der Schüssel nehmen und auf der mit Mehl bestäubten Arbeitsplatte sorgfältig durchkneten – wie einen Brotteig. Daraus zunächst einen Laib formen, dann eine Art Baguette. 
Dieses in Klarsichtfolie einrollen und 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Danach die Teigrolle in Scheiben schneiden. Jede Scheibe ausrollen und daraus etwa daumendicke Schlangen formen. Davon etwa 2 cm große Gnocchi abschneiden. Die Gnocchi in reichlich sprudelnd kochendem Salzwasser gar ziehen lassen, bis sie an 
die Wasseroberfläche steigen – das dauert etwa 3 Minuten. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen, abtropfen und kurz abkühlen lassen. Unterdessen in einem Topf Madeira und Portwein so lange köcheln lassen, bis die Flüssigkeit auf etwa ein Viertel (50 ml) reduziert ist. Dann die kalte Butter einrühren.
Babymangold waschen und trocken schütteln. Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Gnocchi bei leichter Hitze kurz anbraten. Salzen, pfeffern und die kalte Butter sowie den Babymangold dazugeben. Alles gut durchschwenken. Gnocchi auf dem Teller anrichten, mit Madeira-Portwein-Jus beträufeln und reichlich Asia-Trüffeln darüberhobeln.

  • Meersalz
  • Kümmel
  • 1,2 kg lila Kartoffeln (Trüffelkartoffeln)
  • Tonkabohne (siehe Infokasten unten)
  • 1 TL Purple Currypulver
  • Vanillesalz (siehe Seite 112)
  • 1 Vanilleschote
  • 4 Eigelb
  • 60 g Butter
  • 130 g Mehl
  • 1 Handvoll Babymangold
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
  • 1 TL kalte Butter

  • 100 ml Madeira, 100 ml Portwein
  • 10 g kalte Butter, Asia-Trüffeln

Die Tonkabohne ist der Samen des Tonkabaums, der in Südamerika und der Karibik wächst. Die Bohne erinnert in ihrer Form an einen schmalen Mandelkern, ist aber schwarz und wird in der Küche ähnlich wie eine Muskatnuss dosiert: also sehr sparsam. Das liegt an dem intensiven, süßlich-rauchigen Aroma. Vor allem aber am Kumarin, das in der Tonkabohne ebenso enthalten ist wie in Zimt – der deshalb vor ein paar Jahren ins Gerede gekommen ist. Kumarin steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Zehn Jahre lang, bis 1991, war die Tonkabohne deshalb in Deutschland verboten. Doch wie so oft ist alles nur eine Frage der Dosierung. Inzwischen ist die Tonkabohne wieder ein ganz legales Gewürz. Allerdings eines, dessen Gebrauch die EU per Aromenverordnung begrenzt: Darin ist festgelegt, dass im Handel erhältliche 
Lebensmittel nicht mehr als 2 Milligramm Tonkabohne pro Kilo enthalten dürfen.

Im heißen Wasser büßen die Gnocchi etwas von ihrer schönen lila Farbe ein. Doch mit einem Trick kann man dem entgegenwirken: einfach eine frische Rote Bete vierteln und 10 bis 15 Minuten in dem Wasser kochen, in dem anschließend die Gnocchi gekocht werden. Die Rote Bete färbt das Wasser lilarot – und frischt dadurch die Farbe der Gnocchi auf. Bevor die Gnocchi gekocht werden, die Rote Bete wieder aus dem Wasser nehmen.

 

Newsletter

Subscribe now for the Shane McMahon Newsletter:

Events

Booking

Easy online booking or by telephone under Shanes-Hotline:

089/74 64 68 20

Online-Shop

Feel inspired by Shane's first cookery book or order one of the convenient pinafores or a T-shirt with Shane's Logo.

Social Media